Wie lassen sich Bioabfälle und industrielle Reststoffe in wertvolle Rohstoffe verwandeln? Mit dem Verbundvorhaben „Waste2Value – Mikroorganismen verändern die Westpfalz“ treiben wir gemeinsam mit unseren Partnern die Entwicklung innovativer Technologien für eine nachhaltige Bioökonomie voran. Ziel ist es, industrielle Kompetenzen mit moderner Biotechnologie zu verbinden und neue Wertschöpfungspotenziale für die Region zu erschließen.
Gemeinsam mit der Hochschule Kaiserslautern und dem Prüf- und Forschungsinstitut Pirmasens qualifizierten wir uns Mitte 2020 erfolgreich für die Konzeptphase des Förderprogramms „WIR – Wandel durch Innovationen in der Region“ des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF). Für die Entwicklung des regionalen Innovationskonzepts stellte das Ministerium 250.000 Euro bereit. Innerhalb von neun Monaten erarbeiteten wir gemeinsam mit unseren Partnern das Konzept, das im Mai 2021 eingereicht wurde. Im bundesweiten Wettbewerb setzte sich das Bündnis erfolgreich durch und erhielt die Förderung für die Umsetzungsphase.
Das Anfang 2022 gestartete Verbundvorhaben verknüpft die traditionellen Stärken der Westpfalz, insbesondere in der Schuh-, Kunststoff- und Klebstoffindustrie, mit der industriellen Biotechnologie. Diese hat sich in den vergangenen Jahren an den Forschungseinrichtungen der Region dynamisch entwickelt.
Im Mittelpunkt stehen innovative Verfahren, mit denen Mikroorganismen Bioabfälle und industrielle Reststoffe in biobasierte Grundstoffe und neue Kunststoffe umwandeln. Die entwickelten Prozesse werden in Demonstrationsvorhaben erprobt und validiert. So entstehen neue Ansätze, um Ressourcen effizienter zu nutzen, Stoffkreisläufe zu schließen und die industrielle Wertschöpfung nachhaltiger zu gestalten.
Nach einer erfolgreichen Zwischenbewertung wurde die ursprünglich auf drei Jahre angelegte Umsetzungsphase auf insgesamt acht Jahre verlängert. Das Projekt läuft damit von 2022 bis 2029.
Wir koordinieren die Zusammenarbeit innerhalb des Bündnisses und sorgen für einen reibungslosen Projektablauf. Dazu organisieren wir unter anderem den Auswahlprozess der Innovationsprojekte, die durch einen eigens eingerichteten Beirat bewertet werden.
Für die Umsetzung stellt das Bundesministerium Fördermittel in Höhe von rund 13,5 Millionen Euro bereit. Damit werden 15 Innovationsprojekte unterstützt, die neue Technologien im Bereich der Bioökonomie entwickeln.
Projektbeschreibung auf der Seite der Hochschule Kaiserslautern.
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