Wie wird die Westpfalz von den Menschen wahrgenommen, die hier leben, lernen und arbeiten? Um das regionale Image besser zu verstehen und Ansatzpunkte für dessen Stärkung zu identifizieren, beauftragten wir 2013 das Beratungsunternehmen paulusresult. mit einer Befragung von rund 400 Teilnehmenden.
Befragt wurden Studierende der FH Kaiserslautern, BürgerInnen der Stadt Zweibrücken, Mitglieder unseres Vereins, MitarbeiterInnen von BorgWarner in Kirchheimbolanden sowie Gäste des Hotels Kunz in Pirmasens. Im Mittelpunkt standen Fragen dazu, welche Assoziationen die Befragten mit der Westpfalz verbinden, was ihnen an der Region besonders gefällt, wo sie Verbesserungsbedarf sehen und ob sie die Westpfalz weiterempfehlen würden.
Ziel der Untersuchung war es, die Stimmungslage sowie die wahrgenommenen Stärken und Schwächen der Region zu erfassen und daraus Hinweise für die künftige Schwerpunktsetzung abzuleiten.
Die Ergebnisse zeigten, dass die Bereitschaft, die Westpfalz weiterzuempfehlen, insgesamt eher gering war: Rund die Hälfte der Befragten würde die Region nicht weiterempfehlen. Besonders kritisch fiel die Einschätzung bei Studierenden, Beschäftigten und generell bei jüngeren Menschen aus. Mit zunehmendem Alter und längerer Wohndauer stieg hingegen die Weiterempfehlungsbereitschaft.
Als wichtigster Imageträger der Westpfalz erwies sich der Pfälzerwald. Besonders positiv bewerteten die Befragten die Landschaft, die Natur und die Wälder sowie die regionale Mentalität, Ruhe und Gemütlichkeit. Kritischer sahen sie dagegen die Verkehrsanbindung und Infrastruktur, das Kultur- und Freizeitangebot sowie die Verfügbarkeit von Arbeitsplätzen.
Aus den Ergebnissen leitete paulusresult konkrete Empfehlungen ab. Insbesondere die Unzufriedenheit junger Menschen machte deutlich, dass diese Zielgruppe bei der Weiterentwicklung der Region stärker berücksichtigt werden sollte. Zugleich boten Natur und Landschaft sowie die für die Westpfalz charakteristische Ruhe und Gemütlichkeit gute Ansatzpunkte für eine Imagekampagne. Den größten Handlungsbedarf sah das Beratungsunternehmen bei der Verkehrsanbindung und Infrastruktur sowie im Bereich Kultur und Freizeit.
Die Befragung lieferte uns wichtige Erkenntnisse darüber, wie die Westpfalz von unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen wahrgenommen wird. Sie zeigte, welche Stärken wir stärker sichtbar machen können und in welchen Bereichen Verbesserungen notwendig sind, um die Attraktivität der Region zu steigern und insbesondere jüngere Menschen langfristig für die Westpfalz zu gewinnen.
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